Beim Tapezieren heizen | Heizung anmachen oder ausschalten?

Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, ob man beim Tapezieren die Heizung aus- oder anmachen sollte. Dabei ist die Meinung weitverbreitet, dass die Tapete mit eingeschalteter Heizung schneller trocknet.

Doch was ist nun richtig? Nachfolgend beleuchten wir, ob es sinnvoll ist, beim Tapezieren zu heizen oder ob Sie dies lieber sein lassen sollten. Zudem klären wir auf, ob es einen Unterschied macht, Tapeten im Sommer oder im Winter aufzutragen. Anschließend gehen wir noch darauf ein, ob Sie zum Tapezieren die Heizung abnehmen müssen.

Worauf es beim Trocknen der Tapete wirklich ankommt

Beim Trocknen der Tapete ist das wichtigste, dass der Kleister vor der Tapete trocknet. Denn so bleibt die Tapete durch die Spannung des getrockneten Kleisters an der angebrachten Position.

Zudem kann sie sich dann auch nicht mehr verziehen. Trocknet umgekehrt zuerst die Tapete, führt dies dazu, dass sie sich wieder zusammenzieht. Dadurch gehen die Tapetennähte wieder auf oder die Tapetenbahnen kleben nicht richtig.

Das passiert sowohl durch Zugluft als auch durch zu starkes Heizen. Die Heizungsluft bewirkt also genau das Gegenteil von dem, was Sie wollen. Sie sorgt dafür, dass die Tapete zuerst trocknet. Das führt zu unschönen und unerwünschten Folgen.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie eine Zentralheizung oder ein anderes Heizungssystem wie eine Infrarotheizung haben. Der verwendete Brennstoff spielt beim Heizen ebenfalls keine Rolle. Zum Trocknen einen Radiator oder Heizstrahler einzusetzen, empfiehlt sich daher ebenso wenig.

Gleiches gilt für verfrühtes Lüften. Sie sollten 1 bis 3 Tage mit dem Lüften warten. Dies ist abhängig von der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Entscheidend ist, wann der Kleister getrocknet ist.

Danach können Sie die Heizung wieder anmachen. Sie sollten zudem auf die Tapetenart achten. Eine Raufasertapete trocknet schon innerhalb von 12 Stunden, während eine Vliestapete bis zu 48 Stunden benötigt.

Tapetenkleister tapezieren

Im Kontext der Heizung stellt sich bei einer Renovierung immer wieder die Frage, ob man das Heizgerät zum Tapezieren abhängen muss oder nicht. Grundlegend ist dies nicht notwendig, da Sie auch um die Heizung herum tapezieren können, ohne die Fläche hinter dem Heizgerät mitzutapezieren.

Je nach Heizungsart dürfen Sie sogar gar nicht dahinter tapezieren. Natürlich ist es ordentlicher verarbeitet, wenn Sie sich dafür entscheiden. Auch die Art des Heizapparats spielt bei der Entscheidung eine Rolle.

Zum Teil sollten Sie den Heizkörper zwingend entfernen, nämlich dann, wenn er beispielsweise aus Gründen der Energieeffizienz ausgetauscht werden muss. Wer Heizkosten sparen möchte, kann etwa eine Reflexionstapete oder Isoliertapete hinter der Heizung anbringen. Dann müssen Sie den Heizapparat ohnehin abbauen.

Video: Wie man an Heizkörpern und Fenstern tapeziert

Dieses Video zeigt, wie Sie Tapeten an Heizkörpern und auch Fenstern richtig anbringen. Die Anleitung beschreibt, wie Sie die Arbeiten durchführen, ohne den Heizkörper abzunehmen. Zunächst wird dazu der Fensterbereich verkleidet. Anschließend wird die Tapete rund um die Heizung angebracht. Dabei reicht diese etwa 10 bis maximal 20 cm hinter den Heizkörper.

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Unterschied beim Tapezieren im Sommer oder Winter?

Tatsächlich ist die Zeit von Frühling bis Herbst besser geeignet zum Renovieren als die Wintermonate. Tapeten und Farben trocknen langsamer, je kälter es ist. Laut Experten trocknen die Wände in den warmen Monaten bis zu anderthalbmal schneller als im feuchtkalten Winter.

Wer im Winter tapeziert und dabei falsch und vor allem zu früh lüftet, riskiert zudem Schimmelbildung. Natürlich können Sie trotzdem auch im Winter tapezieren. Sie sollten dann darauf achten, dass die Räume warm genug sind bei etwa 20 °C. Dadurch sichern Sie ein gutes Raumklima und eine gleichmäßige Trocknung. Während des Tapezierens dürfen Sie die Heizung dann jedoch nicht mehr anmachen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Sie sollten die Heizung sowohl beim als auch unmittelbar nach dem Tapezieren nicht anmachen. Zudem sollten Sie Türen und Fenster schließen.

So trocknen die Tapeten gleichmäßig und es bilden sich keine unschönen Blasen oder Verwerfungen. Im Winter trocknen die Tapeten langsamer. Daher ist im Winter auf eine ausreichende Zimmertemperatur zu achten. Das Heizen während des Tapezierens sollten Sie aber auch im Winter unterlassen.

 

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