Heizkörper Typen (Übersicht) | Welcher Typ Heizung am besten?

Bei Sanierungen und Neubau oder auch für ein Gartenhaus, die Installation einer Heizung ist unabdingbar. Besonders im Winter sorgt sie schließlich für angenehme Wärme, wenn man nach Hause kommt.

Heutzutage gibt es allerdings so viele verschiedene Modelle der Heizkörper, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Diese Übersicht hilft Ihnen, die Unterschiede festzustellen.

Modernes Heizen: zahlreiche Arten von Heizgeräten

In Wohnanlagen dienen Heizkörper dafür, Wärme zwischen der Heizungsanlage und der Raumluft zu übertragen. Erfunden wurden sie von einem russischen Geschäftsmann bereits 1855. Das Thermostat an der Heizung sorgt dafür, dass die gewünschte Temperatur eingehalten wird.

Klassische Heizkörper werden von warmem Heizungswasser durchflossen. Allerdings werden mittlerweile auch einige mit Elektronik betrieben, die unabhängig von einer Heizungsanlage funktionieren. Beide Typen übertragen ihre Wärme entweder in Form von Strahlung oder Konvektion.

Bei der Konvektion wird die kalte Raumluft aufgeheizt. Dabei kommt es aber zu einer erhöhten Staubzirkulation. Zu empfehlen ist eher die Strahlungswärme, die meist als angenehmer empfunden wird. Dabei wird sie im Unterschied zur Konvektionswärme über Strahlen via Infrarot erzeugt.

Führende Anbieter von Heizkörpern verschiedenster Art mit jeweils eigenen Produktlinien sind z.B. Kermi, Buderus, Cosmo, Brötje, Purmo, Viessmann, Stelrad, Eqiva. Auf dem jeweiligen Datenblatt sind dann die wichtigen Angaben zu finden wie Bauhöhe, Leistung und Maße.

Der erste Typ Heizgerät: der Gliederheizkörper

Wie der Name bereits aussagt, besteht der Gliederheizkörper aus aneinandergereihten Gliedern, meist Röhren oder auch Lamellen. Vorläufer waren Rippenheizkörper aus Grauguss und auch Heizkörper aus Porzellan.

Heutzutage werden für die Gliederheizkörper mehrere Elemente vorwiegend aus Stahlblech zusammengeschweißt. Die Glieder sind gleichgroß und lassen sich in beliebiger Anzahl aneinanderreihen. So lässt sich der Heizkörper sehr flexibel an die jeweiligen Platzverhältnisse anpassen. Er wird an der Wand angebracht.

Einerseits handelt es sich bei den Gliederheizkörpern um die preiswertesten Typen auf dem Markt. Sie halten lange und lassen sich leicht reinigen und warten. Das wären Kaufargumente. Allerdings hat dieser Typ auch einen großen Nachteil, warum er heutzutage in Wohnungen fast gar nicht mehr verwendet wird.

Der Gliederheizkörper gibt eine Konvektionswärme von ungefähr 70 Prozent in den Raum ab. Das Raumklima ist durch den aufgewirbelten Staub daher weniger angenehm.

Das weitverbreiteste Modell: der Dauerbrenner Plattenheizkörper

Er wird auch Flachheizkörper genannt. Bei diesem Typ kann die Oberfläche plan sein oder ein Profil aufweisen. Über die Jahrzehnte immer weiter optimiert, werden die Plattenheizkörper in verschiedene zweistellige Typennummern unterschieden.

Die erste Ziffer gibt immer an, wieviele Platten die Heizung hat. Die zweite Zahl steht für die Konvektionsbleche. Wieviel sie leisten können, hängt von der Anzahl beider Faktoren ab.

Den Großteil ihrer Energie geben die Flachheizkörper über Strahlung ab, was sie angenehmer für das Raumklima macht. Sie werden ebenfalls an der Wand angebracht. In der Anschaffung ist diese Heizung ebenfalls günstig. Als Planheizkörper werden sie sogar in gängigen Baumärkten angeboten.

Die Firma Brötje bietet mit seinen Plattenheizkörpern EuroPlan und EuroProfil klassische Modelle für Wohnungen. Der Anbieter Purmo unterscheidet da zwischen Heizkörpern mit Profil und einer Planheizung. Beide gibt es in verschiedenen Arten.

Je nach Hersteller wird noch zwischen einem Kompaktheizkörper und einem Ventilheizkörper unterschieden. Eine Kompaktheizung ist über ein zusätzliches Ventil anzuschließen. Bei der Ventilheizung ist es bereits integriert.

Nicht unbedingt fürs Wohnen: der Konvektor-Heizkörper

Wie der Name schon sagt, verbreitet dieser Typ die Wärme über Konvektion. Er verfügt über eine kompakte Bauform, seine Bauhöhe ist vergleichsweise niedrig. Konvektoren werden im Gegensatz zu den anderen beiden Typen nicht an der Wand sondern am Boden verankert.

Dieser Heizkörper besteht aus dicht aufgereihten Lamellen, die zum Beispiel aus Stahlblech sind. Sie werden auf Rohre geschweißt und dann von einem Blechgehäuse umgeben. Von unten strömt dann die kalte Luft hinein, erwärmt sich an den Lamellen und steigt als warme Luft empor. Das wirbelt auch viel Staub auf.

Im Vergleich zu Gliederheizkörpern sind sie leichter, aber sie sind im Preis viel teurer in der Anschaffung. Auch wenn sie sich gut für einen Wintergarten eignen. Davon abgesehen sind sie viel schwieriger zu reinigen.

In großen Räumen mit wandhohen Fenstern fallen sie nicht auf. Darum werden sie häufiger in öffentlichen Gebäuden wie Bibliotheken verwendet. Für Zuhause eignen sie sich also weniger, besonders wenn Sie die Oberfläche plan bevorzugen.

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Mit Röhren oder über ganze Flächen: Sonderformen

Neben den drei genannten Typen an Heizkörpern hat die Industrie über die Jahre auch weitere entwickelt. So finden vor allem Röhrenheizkörper und Flächenheizungen ihren Einsatz in modernen Wohnungen.

Röhrenheizkörper werden vermehrt aus Stahlrohr entwickelt. Vor allem in weiß wird dieser Typ vor allem im Sanitärbereich verwendet, zum Beispiel als Handtuchtrockner. Eine Flächenheizung dagegen ist nicht direkt im Raum ersichtlich.

Sie wird im Fußboden oder in der Wand dann vertikal flächendeckend eingebaut und gibt so gleichmäßig Wärme ab.

Eine weitere Variante ist die Infrarotheizung. Sie wird mit Elektronik betrieben, ist also nicht an ein Heizsystem gekoppelt. Bei einem temporären Einsatz, zum Beispiel an Herbsttagen oder im Kaltwintergarten, spart die Infrarotheizung bis zu 50 Prozent an Energiekosten.

Schließlich gibt es noch Heizlösungen im Garten. So bieten Stelrad, Viessmann, Purmo, Buderus oder Kermi auch für einen Wintergarten eine Lösung an. Ob mit Flächenheizung, Elektronik oder per Infrarot, wenn der Preis keine Rolle spielt, können Sie ein Gartenhaus genauso kompakt und effektiv beheizen wie eine Wohnung.

Video: Heizkörper im Überblick

In dem Ratgeber-Video auf YouTube präsentiert der Anbieter Ökoloco die verschiedenen Typen an Heizkörper für den Wohnbereich. Es wird der Unterschied zwischen Heizungen mit fossilen und regenerativen Brennstoffen erläutert. Auf die Umweltbelastung wird ebenfalls eingegangen und die Vor- und Nachteile aufgeführt.

Ganz gleich für welche Heizung Sie sich entscheiden, ist es wichtig auf die Maße zu achten.

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Fazit

Es gibt vorwiegend drei Typen Heizkörper, die heutzutage Verwendung finden. Gliederheizkörper, Plattenheizkörper (plan oder mit Profil) und Konvektor-Heizkörper.

Am besten eignet sich für den normalen Wohnbereich ein Plattenheizkörper, auch Flachheizkörper genannt. Er ist vom Preis billig in der Anschaffung und wirbelt im Unterschied zu den beiden anderen wenig Staub auf.

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