Wie funktioniert eine Heizung? | Heizkörper Funktionsweise

Eine erste Voraussetzung, damit sämtliche Heizkörper wohlige Wärme im gesamten Haus verteilen können, ist die Wärmeerzeugung. Alle herkömmlichen Heizungssysteme müssen dazu zunächst Wasser im so genannten „Heizkessel“ erhitzen: Dieser steht meistens im Keller der Immobilie und hat die Funktion, in seinem Inneren Wasser mithilfe einer offenen Flamme zu erwärmen.

Für diesen Erhitzungsvorgang werden normalerweise Öl- oder Gasbrennstoffe verwendet. In selteneren, traditionellen Heizsystemen kommen auch Holz, Holzpellets oder Holzschnitzel zum Einsatz, während Kohle und/oder Müll eigentlich nur im Industriebereich eine Anwendung als Brennstoffe finden und nicht in normalen Wohnhäusern.

Dadurch, dass eine Flamme im Inneren des Wärmetauschers brennt und dieser von Wasser umflossen wird, kann letztes erhitzt werden. Dieses heiße Wasser wird anschließend mithilfe einer Pumpe in die verschiedensten Winkel des Hauses und zu den jeweiligen Heizkörpern gesendet.

Wie funktioniert eine Wärmeverteilung?

Eine Pumpe, welche die Funktion der Verteilung des erhitzten Wassers im Haus erfüllt, erhält dazu einen permanenten Druck innerhalb der Rohrleitungen aufrecht. Diese Metallleitungen (in der Regel aus Kupfer) verbinden den Heizkessel im Keller mit allen Heizkörpern, welche im Haus installiert wurden.

Wenn sich das Ventil eines Heizkörpers bzw. der Flächenheizung öffnet, kann das erhitzte Wasser richtig in den Innenraum hineinfließen. Diese Funktion der Ventil-Öffnung kann entweder durch manuelles Aufdrehen, technische Voreinstellungen oder temperaturgesteuert betätigt werden.

Nach der Öffnung fließt innerhalb des Heizkörpers das Wasser erst in das obere Rohr hinein und verteilt sich dann im gesamten Korpus, um ihn zu erwärmen.

In einer Fußboden- oder Wandheizung wird das erhitzte Wasser hingegen durch schlaufenförmig verlegte Rohrleitungen in den Boden bzw. durch die Wand geleitet. Auf diesem Wege geben sämtliche Heizsysteme nach dem Prozess der Wasserleitung Wärme an den Raum ab, um es dabei gleichzeitig auszukühlen.

Das kalte Wasser, welches sich nun noch im Heizkörper befindet, wird zurück zum Heizkessel geleitet und dort erneut erhitzt, um wieder zu den Heizkörpern geleitet werden zu können.

Benötigt dieser Wasserkreislauf mehr Platz (denn bei der Erhitzung in den Rohren dehnt sich das Wasser aus), befindet sich neben dem Heizkessel im Keller für gewöhnlich ein Ausdehnungsgefäß, in welches das ausgedehnte Wasser entweichen kann.

Ist das Ausdehnungsgefäß nicht vorhanden, kann sich das Warmwasser nicht genug ausbreiten. Das unschöne Ergebnis, was die Funktionsweise eines solchen Geräts unabdingbar macht: Rohrbrüche, eine Fehlfunktion und/oder andere Schäden in den Leitungen.

Hier müssen natürlich nicht Mieter von Wohneinheiten für den entstandenen Schaden aufkommen, und auch bei Problemen am Entlüfter, Ventil oder Schaltkreis des Heizungssystems muss der zuständige Hausmeister- oder Heizungsmechaniker die defekten Stellen reparieren.

Je nach Vereinbarung des Mietvertrags und der finanziellen Höhe des entstandenen Schadens kann es passieren, dass man einen Teil der Kosten tragen muss, falls sich defekte Stellen am Heizkörper im privaten Wohnraum befinden.

Bei einer Heizung, welche nicht wichtig heizt, können Sie eine Mietminderung bei der Hausverwaltung beantragen (im Winter kann eine Mietminderung bis zu 30% der monatl. Mietkosten verlangt werden)!

Funktionsweise spezieller Heizungen

Gegenüber einer mit Gas oder Öl betriebenen Heizung funktionieren alternative Heizkörper- und systeme mit Elektronik. Wie diese Heizsysteme in ihrer Funktionsweise aussehen, wird hier an drei Beispielen dargestellt:

Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Eine Infrarotheizung arbeitet nicht mit Warmwasser, wie herkömmliche Heizkörper, sondern mit Elektronik: Das Funktionsprinzip der Heizung ist die Abgabe von Infrarotstrahlen (elektromagnetische Wellen) an die Umgebung.

Zumeist laufen derartige Systeme mithilfe der Steuerung über ein Funk-Thermostat (meist als Kombination eines Senders, z.B. ein Wandthermostat, und einem nahe der Heizung integrierten Empfängers), welches die Wärmeabgabe reguliert.

Diese Wärmeabgabe funktioniert dabei nicht über die Raumluft: Bei Infrarot-Systemen wird die Wärme an die im Raum befindenen festen und flüssigen Körper abgeben. Diese nehmen sie auf und erfüllen gleichzeitig die Funktion der Wärmeabgabe an den Raum, welcher dadurch erwärmt wird.

Infrarotmodelle gibts z.B. bei Max, Buderus und Brötje

Wie funktioniert eine Nachtspeicherheizung?

Diese Heizung, welche auch elektrische Speicherheizung oder Nachtspeicheröfen genannt wird, erfüllt die Funktion, Strom in Wärme umzuwandeln. Um diesem Funktionsprinzip nachgehen zu können, arbeiten in ihrem Inneren Heizelemente: so genannte Magnesitkerne.

Diese Kerne sind mit einem korkähnlichem Material ummantelt, welches Wärme speichern kann und ermöglicht, dass der Nachtspeier bis zu 60 Grad erreichen kann. Ein weiterer wichtiger Bestandteil innerhalb der Nachtspeicherheizung ist das Anschlussfeld, welches die Funktion der Herstellung einer Stromverbindung erfüllen muss.

Das Anschlussfeld als Hauptelement im Schaltkreis der Heizung ermöglicht, dass in der Nacht zu so genannten „Schwachlast-Zeiten“ der Strom in die Heizung zugeführt wird. In diesem Zeitraum ist er günstiger, als zu den „Hochtarif-Zeiten“ am Tag.

Während sich also nachtsüber der Speicher mit Nachtstrom aufheizt, hält die Nachtspeicherheizung ihn so lange, bis er tagsüber zum Heizen benötigt wird.

Nachtspeichermodelle gibts z.B. von Viessmann, Brötje, Truma

Wie funktioniert eine Autoheizung?

In seinem Auto möchte man es, besonders in den kälteren Wintermonaten, ebenso gemütlich warm haben wie im eigenen Zuhause.

Für diesen Effekt sorgt eine eingebaute Autoheizung, deren Funktionsweise bei allen Fahrzeugmodellen – egal, ob im Audi, Golf oder Toyota – gleich abläuft: Als Teil des Kühlkreislaufes des Motors lässt diese Heizung das aufgewärmte Kühlwasser durch einen kleinen, im Auto integrierten Heizkörper leiten.

Anschließend führt ein elektrisch betriebenes Gebläsegerät Luft von Außen bzw. dem Fahrzeuginneren in den Heizkörper, wodurch sie aufgeheizt wird. Aus diesem Grund funktioniert dieser Mechanismus auch nur bei laufendem Motor!

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Wie bediene ich das Heizungsthermostat richtig?

In dem Youtube-Video „Wie funktioniert ein Heizungs-Thermostat? Wie muss ich den Heizkörper einstellen /bedienen?“ wird der richtige Umgang mit Heizungs-Thermostaten erkärt und erläutert, wieverschiedene Geräte im Bereich „Raumthermostat“ funktionieren und wie man die jeweilige Gradanzahl an der Skala des Thermostats ablesen sollte.

Dabei kommen auch verschiedene informative Begriffe wie „Mischer“ (wie man auch das Misch-Ventil von Heizungen nennt), Entlüfter und Stellantrieb zur Sprache. Zudem stellt das Video die wichtige Funktion des Heizungsthermostat für das richtige, geldsparende Heizen in den Vordergrund.

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Smartes Wohnen: Die Heizung per App steuern

Längst zählt das smarte Wohnen gemeinsam mit den elektronischen Haushalts- und Wohnartikeln zu einer beliebten Lebensweise: Mittels Funk wird eine so genannte „Smart Home-Zentrale“ mit verschiedenen technischen Geräten vernetzt, welche anschließend über das Handy via App (egal ob im Apple- oder Android-Betrieb) oder per mitgelieferte Fernbedingungen bedienbar gemacht werden.

So kann man eine automatische Steuerung von Kaffee-, Wasch- und Spülmaschine und ihren anderen elektronischen Geräten gewährleisten. Systeme wie „Homematic“ erlauben es so, verschiedene Geräte in unterschiedlichen Räumen des eigenen Zuhauses mittels App von unterwegs aus zu steuern und dabei das Haus einbruchsicher und komfortabel zu gestalten.

Neben dem multifunktionalem Smart Home-System, wie es unter anderem der Anbieter „Homematic“ liefert, kann auch lediglich die Heizung mithilfe von Funkt-Thermostaten als smartes Gerät installiert werden.

Heizkörper lassen sich in der Regel recht einfach und schnell „digitalisieren“: Die kostengünstigste Variante, eine Heizung per App-Steuerung zu kontrollieren, ist der Kauf eines funk- oder internetfähigem Thermostats (als Wandthermostat, Raumthermostat etc.).

Nach einer schnellen Anbringung und kurzweiligen Installation lässt sich dieses WLAN- oder Funk-Gadget über das Handy steuern. Eine der einfachsten Ausführungen eines solchen Thermostats ist in ihrer Funktionsweise vergleichbar mit einem Zeitschalter, welcher für Steckdosen gedacht ist:

Nutzer der Heizung können bestimmen, zu welchen Zeitpunkt, wie lange und auf wie viel Grad der jeweilige Heizkörper die Räumlichkeiten erwärmen soll und diese Werte gleichzeitig vom Apple- oder Android-Handy ablesen.

Zusammenfassung

Egal, ob man mit Gas, Öl oder Strom in Form von Infrarot, Nachtspeicher oder anderen Systemen heizen möchte: Um eineFehlfunktion zu vermeiden, sollte man die Funktionsweise des Geräts richtig kennen.

Für unterschiedlichste Modelle (Viessmann, Truma, Brötje, Buderus, Max, usw.) gibt es jeweils Bedienungsanleitungen, welche die optimale Handhabung mit der Heizung erklären.

Richtet man sich nach diesen in Verbindung mit unserem Ratgeber, spart man sich auf diesem Wege viel Zeit, Geld und möglicherweise auch den Handwerker!

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