Abfall im Garten verbrennen? | Gartenabfälle & Papier in Feuerschale?

Das Zusammentragen von Gartenabfällen wie Laub, Unkraut und abgestorbenen Zweigen ist wichtig für einen sauberen, optisch ansprechenden Garten. Doch wie können die Abfälle später entsorgt werden? Wir klären die Frage, ob es erlaubt ist, Abfälle in einer Feuerschale zu verbrennen.

Darf ich Holz, Laub und Papier selbst verbrennen?

Ein Lagerfeuer im Garten ist grundsätzlich verboten. Deshalb ist die Antwort meistens Nein: Holz, Papier und Co dürfen nicht einfach verbrannt werden. Grundstücksbesitzer informieren sich am besten vorher über die Rechtslage in ihrer Region. Es gibt nämlich kein einheitliches deutsches Gesetz über das Einbrennen von Abfällen. Stattdessen arbeitet jedes Bundesland unterschiedlich, eventuell gibt es sogar Differenzen von Gemeinde zu Gemeinde.

Nur wenn es tatsächlich keine andere Option gibt und ein guter Grund dafür existiert, ist das Ausbrennen auf einer Feuerplatte oder Steinen eine Möglichkeit. Lässt sich das nachweisen, können Gartenbesitzer in manchen Fällen eine Ausnahmegenehmigung erwirken. Dazu wenden Sie sich am besten an das zuständige Ordnungsamt und fragen nach der Rechtslage. Vorsicht: Wenn Sie Abfälle ohne Genehmigung im eigenen Garten verbrennen, drohen Strafgelder von bis zu 2000 Euro.

Regeln für das Einbrennen von Gartenabfällen

Haben Sie eine Genehmigung erhalten, müssen Sie dennoch bestimmte Auflagen einhalten. So muss sich eine Feuerschale oder Feuerplatte zum Beispiel in mindestens fünfzig Metern Entfernung zu allen Gebäuden und öffentlichen Verkehrswegen befinden. Zu Wäldern müssen sogar 100 Meter Distanz gehalten werden. Stellen Sie eine Feuertonne nicht in der Nähe von brennbarem Material wie Bäumen oder Holzmöbeln auf.

Im Allgemeinen sollten Sie immer nur trockene Gartenabfälle verbrennen, damit sich kein Rauch entwickelt. Nasses Laub einzubrennen ist ein Tabu bei der Entsorgung, ebenso wie die Nutzung von Brand beschleunigern. Dazu zählt nicht nur Spiritus, sondern auch Wind. Zuletzt dürfen die in der Feuerschale brennenden Abfälle nur aus Ihrem eigenen Garten stammen.

Je nach Kommune kann es noch weitere Richtlinien geben, zum Beispiel, dass das Feuer bei Einbruch der Dunkelheit erloschen sein muss. Die meisten Gemeinden schreiben auch die Nutzung einer Feuerschale oder Feuerplatte vor. Dabei sollte es sich auch um eine für diesen Gebrauch vorgesehene Feuertonne handeln und nicht um ein lackiertes Grillgerät wie Petromax, Monolith oder einen Dutch Oven.

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Nachbarn und Alternativen: Weitere Tipps zur Abfallverwertung

Laut Abfallgesetz ist die Verwertung von Abfällen stets der Beseitigung vorzuziehen. Zweige, Laub und Papier können deshalb nicht nur in einer Entsorgungsanlage wie einem Wertstoffhof abgegeben werden. Stattdessen ist es auch gut möglich, sie zu kompostieren oder einen Häcksler zu nutzen, um Mulch für die Gartenbeete zu produzieren.

Sollten Sie die Abfälle dennoch einbrennen, dürfen Sie dies für gewöhnlich an Werktagen im April bis Oktober von acht bis achtzehn Uhr. Am besten sagen Sie auch Ihren Nachbarn vorher Bescheid: Sonst könnten sie glauben, das Haus brennt. Brennende Gartenabfälle dürfen die Gärten Ihrer Nachbarn außerdem nicht beeinträchtigen. Denn das Gesetz gesteht jedem Grundstücksbesitzer einen Unterlassungsanspruch gegen Emissionen zu.

Video: Gartenabfälle richtig kompostieren und häckseln

In diesem Artikel haben wir Ihnen empfohlen, Ihre Abfälle zu kompostieren oder zu häckseln anstatt ein Feuer zu machen. Doch das ist schwer, wenn man sich nicht auskennt. In diesem Video lernen Sie deshalb, welche Geräte notwendig sind und wie Sie am besten vorgehen.

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