Heizen mit Eis | Kosten, Erfahrungen, Vorteile & Nachteile

Auch wenn es widersprüchlich klingt, mit Eis lässt sich wirklich ein Haus heizen. Unternehmen haben mit dieser nachhaltigen Alternative angefangen, seit einigen Jahren nutzen es auch immer mehr private Häuser.

Tatsächlich wird beim Gefrieren von Wasser erstaunlich viel Energie freigesetzt, die zum Heizen eines Hauses dienen kann. Zwar ist eine Eisheizung energiesparend und nachhaltig in Bezug auf die Umwelt, aber in der Anschaffung auch sehr kostspielig.

In diesem Artikel erfahren Sie alles rund um das Heizen mit Eis, die einzelnen Themenbereiche finden Sie im Anschluss.

Gefrieren und Auftauen: So funktioniert die Eisheizung

Das Herzstück einer Eisheizung ist der Eisspeicher, welcher normalerweise aus Beton ist und in der Erde versenkt wird. Im Inneren des Speichers sind große Spiralen, in denen Sole, eine frostsichere Flüssigkeit, zirkuliert. Gefüllt wird dieser Speicher mit Wasser, das daraufhin kontinuierlich gefroren und wieder aufgetaut wird.

Verbunden ist der Eisspeicher mit einer Wärmepumpe, die dem Wasser Wärme entzieht, damit es gefriert. Die dabei entstehende Energie wandelt sie um und beheizt damit das Haus.

Zudem ist der Eisspeicher auch mit einer Photovoltaikanlage verbunden, die auf dem Dach installiert wird. Sie absorbiert sowohl Sonnenstrahlung als auch Luft, wandelt sie in elektrische Energie um. Diese Energie kann dazu verwendet werden, dem Eisspeicher nötige Wärme wieder zuzuführen, damit das Eis schmilzt.

Ein Steuerelement kontrolliert schließlich die drei Komponenten der Eisheizung. Es bestimmt, wann dem Eisspeicher und wann den Räumen im Haus Wärme zugeführt werden muss.

Solar Sonnenkollektoren Photovoltaikanlage Dach

Eine Eisheizung ist immer mit einer Photovoltaikanlage verbunden.

Die Vor- und Nachteile einer Eisheizung

Die Energieausbeute einer Eisheizung ist sehr hoch und trotzdem umweltfreundlich. Sie kann nicht nur zum Heizen genutzt werden, sondern dient in der warmen Jahreszeit auch zur Kühlung der Räume. Dafür sorgt dann das relativ kühle Wasser im Eisspeicher.

Laut dem Hersteller Viessmann ist eine Eisspeicher-Heizung nach Erfahrungen sehr wartungsarm. Für die Montage des Eisspeichers und der Photovoltaikanlage sind keine speziellen Genehmigungen erforderlich.

Trotz der Vorteile gibt es aber auch einige Nachteile. Der bauliche Aufwand für die Installation des Speichers und der Kollektoren ist sehr hoch.

Darüber hinaus benötigt gerade der Eisspeicher ausreichend Platz auf dem Gelände. Das heißt, eine Eisheizung kommt nicht für alle Grundstücke in Frage.

Der größte Nachteil könnten die relativ hohen Kosten sein. Der Anschaffungspreis einer Eisheizung liegt je nach Größe zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Allerdings können die Ausgaben vom Staat bezuschusst werden. Und nach 6 bis 10 Jahren effektiver Nutzung haben sie sich wieder relativiert.

Video: Eisspeicher, die innovative Energiequelle für Wärmepumpen

In dem Video von Viessmann stellt die Firma das System einer Eisheizung vor. Erst erhalten Sie einen Überblick, wo die drei Komponenten einer Eisheizung untergebracht werden können.

Dann wird veranschaulicht, wie die Eisheizung während der Heizperiode arbeitet und was sie danach leisten kann. Dabei bezieht sich das Video auf ein Ein-Familien-Haus.

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Fazit

Bereits 2011 hat die Wissenssendung Galileo über den neuen Trend zum Heizen mit Eis in Ein-Familien-Häusern berichtet. Ob sich die kostenintensive Anschaffung lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Erfahrungen haben aber gezeigt, dass eine dauerhafte Nutzung einer Eisheizung wiederum Kosten spart. Letztendlich entscheiden Sie, ob die Vorteile die Nachteile aufwiegen.

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